IQ FAQ

Wissenswertes über Intelligenz und über Mensa

Gibt es in der Schweiz Schulen für hochbegabte Kinder?

Wir versuchen hier einen Überblick über Schulen und Angebote für hochbegabte Kinder aufzubauen. Über Ergänzungen und Feedback zu den einzelnen Schulen danken wir.

Talenta

Talenta bietet als Tagesschule ein adäquates Umfeld für die Lernbedürfnisse wissensdurstiger Kinder.

Talentia

Die Talentia ist eine private Tagesschule mit staatlicher Anerkennung, welche sich seit 10 Jahren für hochbegabte Primarschulkinder engagiert.

Wie hoch ist der Frauen- und Männeranteil in Mensa?

Von den Mitgliedern von Mensa Schweiz sind etwa 72% männlich und 28% weiblich.

Der Hauptgrund für dieses Ungleichgewicht ist, dass die Anzahl von Männern und Frauen in den obersten 2% der Bevölkerung tatsächlich nicht ausgeglichen ist. (Siehe hierzu beispielsweise [1] und [2].) Im Durchschnitt sind Männer und Frauen zwar gleich intelligent, erreichen in einem Intelligenztest also im Mittel einen IQ von 100, doch ist die Standardabweichung bei Männern um etwa einen Punkt grösser, was in den Extrembereichen unten und oben zu einem Männerüberschuss führt. Anders gesagt: Die Frauen überwiegen in der Mitte, doch sowohl unter den Hochintelligenten (IQ>130) als auch unter den Debilen (IQ<70) überwiegen die Männer deutlich, und zwar mit etwa 60% Männern und 40% Frauen.

Das in dieser Hinsicht noch unausgeglichenere Verhältnis bei Mensa Schweiz ist spezifisch für die Schweiz. Weltweit entspricht das Geschlechterverhältnis in Mensa mit 2/3 Männern und 1/3 Frauen ungefähr dem erwarteten Verhältnis. Tendenziell steigt der Frauenanteil in Mensa Schweiz aber an und nähert sich damit langsam der Welt an. Unter unseren Neumitgliedern in den letzten 12 Monaten waren 61% Männer und 39% Frauen. In den letzten 5 Jahren ist der Frauenanteil bei uns von 23% auf 28% gestiegen.

Literatur

[1] Detlef Rost: "Intelligenz: Fakten und Mythen", 2009
[2] Aljoscha Neubauer, Elsbeth Stern: "Lernen macht intelligent: Warum Begabung gefördert werden muss", 2007

Tagesaktueller Mitgliederstand von Mensa Schweiz

GeschlechtAnzahl MitgliederAnteil
Männer101171.4%
Frauen40228.4%
M2

Total: 1415 Mitglieder

Sollte man die Entscheidung für oder gegen ein Studium vom Ergebnis eines Intelligenztests abhängig machen?

Um Himmels willen: Leute, macht keinen Fehler. Nein, natürlich sollte man das nicht!
Auch die Wahl des Studienfachs sollte man nicht davon abhängig machen, wie man in einem Intelligenztest abschneidet. 

Wie ist der IQ in Mensa verteilt?

Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht. Intelligenztests messen im oberen Bereich nicht mehr genau, so dass die gemessene Verteilung von der wahren Verteilung abweichen kann. Zudem besitzen alle Tests eine Obergrenze, nämlich den IQ, den man zugesprochen bekommt, wenn man alle Aufgaben des Tests richtig beantwortet. Diese Obergrenze liegt je nach Schwierigkeit des Tests üblicherweise zwischen 135 und 156 auf der Wechsler-Skala.

Wie ist der IQ in der Bevölkerung verteilt?

Auf der Wechsler-Skala ist der IQ normalverteilt mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15. Etwa ein Sechstel der Bevölkerung besitzt einen IQ unter 85, ein Drittel hat zwischen 85 und 100, ein weiteres Drittel zwischen 100 und 115, und das oberste Sechstel besitzt einen IQ über 115.

 

Teilt man die Bevölkerung in zehn gleich grosse nach Intelligenz geordnete Gruppen auf, sogenannte Dezile, so ergibt sich folgendes Bild:

 

Welche Skalen gibt es für den IQ?

Ursprünglich war der IQ als Verhältnis zwischen Intelligenzalter und tatsächlichem Alter definiert, wobei dieses Verhältnis noch mit 100 multipliziert wurde. Ein 10-jähriges Kind, das in einem Intelligenztest gleich gut abschnitt wie ein durchschnittliches 13-jähriges Kind, hatte demnach einen IQ von 130. Dieser Verhältnis-IQ ist jedoch nur bei Kindern anwendbar - ansonsten hätte ja ein 80-jähriger, der gleich viele Aufgaben löst wie ein durchschnittlicher 20-jähriger, nur noch einen IQ von 25.