Sollte man die Entscheidung für oder gegen ein Studium vom Ergebnis eines Intelligenztests abhängig machen?

Um Himmels willen: Leute, macht keinen Fehler. Nein, natürlich sollte man das nicht!
Auch die Wahl des Studienfachs sollte man nicht davon abhängig machen, wie man in einem Intelligenztest abschneidet. 

Ein höherer IQ macht es zwar ein wenig wahrscheinlicher, im Studium erfolgreich zu sein, aber als alleiniges Entscheidungskriterium taugt der IQ nicht. Sie sollten sich hier allenfalls in eine Richtung beeinflussen lassen: Wenn Sie nicht vorhatten, zu studieren, und Sie erreichen in einem Test einen IQ von 115 oder mehr, dann überlegen Sie nochmal, ob Sie vielleicht doch studieren sollten. Wenn Sie dagegen ohnehin vorhatten, zu studieren, dann lassen Sie sich bitte nicht von einem Ergebnis unter 115 davon abhalten. Ein solcher IQ ist definitiv nicht nötig, denn sonst gäbe es gar nicht so viele Absolventen. Einen IQ von 115 erreichen nämlich lediglich 16% der Bevölkerung.

Der berühmte Physiker Richard Feynman erreichte in einem Test während seiner Schulzeit einen IQ von 125. Dennoch gewann er später den Physik-Nobelpreis. Schachweltmeister Garri Kasparow erreichte 1987 in einem Intelligenztest einen IQ von 123.