Was ist Mensa

Kurz gesagt

Mensa ist eine internationale Vereinigung von Personen mit hohem IQ, welche 1946 in Oxford gegründet wurde und unterdessen mehr als 130'000 Mitglieder auf allen Kontinenten aufweist. Aufgenommen wird, wer an einem überwachten Intelligenztest ein Ergebnis in den oberen zwei Prozent der Bevölkerung erzielt. Mitglieder gehen keinerlei Verpflichtungen ein, können jedoch an verschiedensten Treffen, Parties, Kursen und internationalen Reiseprogrammen teilnehmen. Bei Mensa treffen sich die unterschiedlichsten Menschen mit verschiedensten Interessen und Ansichten, die Organisation selbst vertritt jedoch keine politische oder religiöse Meinung.

Weitere Informationen:

Was ist Mensa?

Mensa ist ein weltweiter Zusammenschluss intelligenter Menschen. Für die Aufnahme in den Verein ist ein bestimmter Intelligenzquotient (IQ) erforderlich. Eintreten kann, wer bei einem anerkannten, überwachten Test ein besseres Ergebnis erreicht, als es 98 Prozent der Bevölkerung erzielen würden. Andere Kriterien für die Aufnahme gibt es nicht. Deshalb finden Sie bei Mensa ganz unterschiedliche Persönlichkeiten - und das macht den Verein spannend.

Spass mit der Intelligenz

Jawohl, Sie haben richtig gelesen, es geht bei Mensa auch - nicht nur - um das Vergnügen, den eigenen Kopf zu benutzen, und vielleicht überraschende Antworten auf scheinbar längst geklärte Fragen zu finden.

Was ist Intelligenz? Darüber streiten die Gelehrten, und die Laien spekulieren. In der Wissenschaft gibt es ausführliche Umschreibungen wie die, Intelligenz sei "der Zustand der psychischen Funktionen (Gedächtnis, Lernfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Wille) bei der Bewältigung neuer Aufgaben", aber auch die Kurzformel "Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst."

Isaac Asimov (1920-1992), Biochemiker, Science-Fiction-Autor und Ehren-Vizepräsident von Mensa, hat die Schwierigkeiten der Beschreibung und Messung von Intelligenz so formuliert:

"Das menschliche Gehirn ist [...] unvergleichlich komplexer als etwa ein Stern; und darum wissen wir auch so viel mehr über Sterne als über das menschliche Gehirn. Und der komplexeste Aspekt des menschlichen Gehirns ist seine Intelligenz."

Eine fundierte Diskussion über das vielschichtige Thema Intelligenz erfordert umfangreiche Fachkenntnisse über den Stand der Forschung. Hier soll aber der Mensaner zu Wort kommen, der augenzwinkernd meinte, Intelligenz sei wie Beton: "Es kommt darauf an, was man daraus macht." Intelligenz ist eine Gabe, die man nutzen oder verkümmern lassen kann.

 

Wie es anfing

1946 sassen ein Engländer und ein Australier zufällig zusammen in einem Zug, der durch die zerbombten Vororte Londons ratterte. Den beiden kam die Idee, Intelligenz für den Frieden und zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Ihrem Club gaben sie den Namen Mensa (lat. Tisch), denn ihr Ziel war, intelligente Menschen an einen Tisch zu bringen. Gleichzeitig steckt in dem Namen das lateinische Wort "mens", das soviel wie Geist oder Verstand bedeutet. Aus der "verrückten" Idee der Gründer ist heute ein Verein entstanden, der in 80 Staaten der Welt mehr als 130'000 Mitglieder hat.

Die Mitgliedschaft in der internationalen Gemeinschaft Mensa ist unabhängig von Nationalität, Rasse, Religion und sozialer Herkunft. Mensa erstrebt keinen materiellen Gewinn und ist weder von Religionen noch von Weltanschauungen abhängig. Der Verein hat sich nach dem Grundsatz "Mensa itself holds no opinions" ("Mensa selbst vertritt keine Meinung") zu strikter Neutralität verpflichtet. Meinungen haben nur die Mitglieder - und zwar ganz verschiedene. Das führt immer wieder zu spannenden Diskussionen.

Was "tut" Mensa?

Mensa will intelligente Menschen in Kontakt bringen und die Intelligenzforschung fördern. Diese Ziele sind in den Satzungen von Mensa International (Sitz: London) verankert.

Mensa bietet jedoch nur einen Rahmen - mit Leben füllen müssen ihn die Mitglieder. Das Angebot ist breit, die Liste der Aktivitäten lang - jede und jeder kann mitmachen, aber niemand muss teilnehmen. Ob jemand Zeit und Lust hat, zu Treffen zu gehen, kontaktfreudig oder eher zurückhaltend ist, spielt für die Zugehörigkeit zum Verein keine Rolle. Auch introvertierte Menschen finden bei Mensa ihren Platz. Passive Mitglieder können den Kontakt zum Verein beispielsweise über die Mitgliederzeitschrift halten.

Treffen

In grösseren Städten finden regelmässige, meist monatliche Treffen statt. Wer darüber hinaus irgend etwas organisieren möchte, braucht die Phantasie nicht zu zügeln - vom Restaurant- oder Kinobesuch über Seminare und Besichtigungen bis zum Silvestertreffen hat es alles schon gegeben. Nicht zu vergessen: Internationale Treffen, bei denen nicht selten alle fünf Kontinente vertreten sind, wenn irgendwo eine Handvoll Leute zusammensteht.

Nicht-Mitglieder und Noch-Nicht-Mitglieder sind bei Treffen immer willkommen. Niemand wird sie nach ihrem IQ fragen - das tun Mensaner untereinander übrigens auch nicht.

Hobbygruppen

Wer am Austausch von Wissen und Diskussionsbeiträgen über ein besonderes Thema interessiert ist, kann einer "Special Interest Group" (kurz SIG) beitreten - oder eine gründen.

Weltweit existieren über 300 SIGs, so treffen sich Alpinisten in der GamSIG, Rätselliebhaber in der EnigmaSIG, Motorradfahrer bei den EaSIG Riders und Experten in der LexiG.

Internationale Begegnung: SIGHT und Mensa World Connect

Die Abkürzung "SIGHT" steht für "Service of Information, Guidance and Hospitality to Travellers". Dahinter verbirgt sich nichts anderes als weltweite Gastfreundschaft auf Gegenseitigkeit. In vielen Fällen betätigen sich die Gastgeber als Fremdenführer, zeigen den Besuchern ihre Stadt und weisen sie auf Sehenswürdigkeiten des Landes hin.

Zweck des Programms Mensa World Connect ist, lokale Gruppen aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen.

Die Wellenlänge

Niemand kann es genau beschreiben, aber die meisten Mitglieder und die Besucher von Mensatreffen wissen schnell, was gemeint ist, wenn von der "gemeinsamen Wellenlänge" die Rede ist. Sie müssen hier nicht befürchten, für arrogant oder wunderlich gehalten zu werden, wenn sie sich einer anspruchsvollen Ausdrucksweise bedienen oder Gedankensprünge wagen.

Mitglieder haben Mensa deshalb als "Kreuzung aus einem geistigen Sportverein und einer Selbsthilfegruppe" beschrieben, als "Eggheads Anonymous", aber auch als "eine von vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung".

Denn Mensa ist kein Ersatz für Freunde und Bekannte - Mensa ist ein Zusatz.